Tumorzentrum informiert: Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Definition Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Lungenkrebs findet der Pneumologe vor allem im oberen Teil der LungeDer Facharzt für Pneumologie unterscheidet beim Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) zwischen:

  • kleinzelligem Bronchialkarzinom

  • nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom

Das kleinzellige Bronchialkarzinom wächst sehr schnell und bildet frühzeitig Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen oder den Knochen. Dagegen wächst und streut das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom langsamer. Der Facharzt im Tumorzentrum diagnostiziert bei den meisten Patienten ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom.

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist eine der häufigsten und gefährlichsten Krebserkrankungen in Deutschland. Im Jahr 2010 wurde bei etwa 17.000 Frauen und 35.000 Männern ein bösartiger Tumor der Lunge von Pneumologen festgestellt. Bei Frauen hat Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) in den vergangenen beiden Jahrzehnten um 30 Prozent zugenommen, bei Männern dagegen um 20 Prozent abgenommen. Auch die Sterberaten entwickeln sich gegensätzlich. Während die Zahl der Todesfälle bei Frauen stark ansteigt, sinkt sie bei Männern. Experten führen das auf die veränderten Rauchgewohnheiten zurück. Während heutzutage immer weniger Männer rauchen, steigt der Zigarettenkonsum bei Frauen. Das Rauchen ist hauptsächlich für Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) verantwortlich. Etwa 90 Prozent der Patienten und über 60 Prozent der Patientinnen, die in Deutschland daran erkranken, haben aktiv geraucht. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko. Im Frühstadium kann Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) vom Facharzt aus dem Tumorzentrum geheilt werden. Anhaltender Husten, Atemnot oder eine ungewollte Gewichtsabnahme gehören zu den Warnzeichen. Sie sollten dann unbedingt einen Facharzt für Pneumologie in einem Tumorzentrum aufsuchen.

Synonyme und artverwandte Begriffe

Synonyme: Lungen-Ca, Lungenkarzinom, kleinzelliges Bronchialkarzinom, nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom, Lungentumor, bronchogenes Karzinom

Englisch: lung cancer, bronchial carcinoma

Überblick Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Bösartige Tumoren können sich überall in der Lunge bilden. Am häufigsten werden sie von Pneumologen jedoch im oberen Bereich der Lungenflügel entdeckt. Diese Region wird bei der Atmung stärker belüftet und kommt so vermehrt mit schädigenden Substanzen in Kontakt.

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist in Deutschland die häufigste Todesursache bei einer Krebserkrankung. Jeder vierte männliche Krebstote hatte Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) und etwa jede siebte weibliche Krebstote. Die Prognose ist sehr ungünstig. Fünf Jahre nachdem der Pneumologe die Diagnose gestellt hat, leben in Deutschland nur noch 21 Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer. Entscheidend ist, wann die Erkrankung festgestellt wird. Da Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) zunächst keine Beschwerden verursacht, wird er häufig erst spät vom Facharzt für Pneumologie entdeckt. Nach einem international einheitlichen System wird Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) in vier Stadien eingeteilt, die Auskunft geben, wie groß der Tumor ist, ob er bereits Lymphknoten befallen und Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat. Die einzelnen Stadien werden teilweise noch weiter unterteilt. Für die Wahl der Behandlung (Therapie) durch den Facharzt für Pneumologie ist diese Einteilung äußerst wichtig.

Ursachen des Prostatakrebs (Bronchialkarzinoms)

Das Rauchen ist die Hauptursache von Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Neun von zehn Lungenkrebs-Erkrankungen bei Männern und mehr als sechs von zehn bei Frauen führen  Pneumologen darauf zurück. Passivrauchen steigert ebenfalls das Krebsrisiko. Andere Faktoren spielen eher eine untergeordnete Rolle. Dazu gehören Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Quarz- und Nickelstäube. Auch Dieselabgase und Radonbelastungen, Feinstaub und die Luftverschmutzung gelten als Auslöser für Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Zwischen der Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) oder Epstein-Barr-Viren (EBV) und Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) besteht ein Zusammenhang.

Was Sie bei Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) selbst tun können?

Viele Patienten leiden durch die Lungenkrebs-Erkrankung und die Behandlung an Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Manche vertragen bestimmte Lebensmittel nicht mehr. Eine ausgewogene und ausreichende Ernährung kann den Allgemeinzustand verbessern. Pneumologen aus dem Tumorzentrum sowie Ernährungsberater geben qualifizierte Tipps, damit es zu keinen Mangelerscheinungen kommt oder der Spaß am Essen nicht völlig verloren geht. Wenn sich die Patienten wieder erholt haben, tragen Sport und Bewegung ebenfalls zur Lebensqualität bei – falls Pneumologen keine Bedenken haben. Sportvereine und andere Sportgruppen bieten spezielle Kurse für Krebspatienten an.

Nach der Diagnose Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) durch Fachärzte für Pneumologie u treten häufig Ängste und bedrohliche Gefühle auf. Psycho-Onkologen können in dieser Situation wichtige Ansprechpartner sein. Besteht keine Hoffnung mehr auf Heilung, bieten Fachleute aus der Palliativmedizin in der letzten Lebensphase Unterstützung an. Sprechen Sie mit Ihrem Pneumologen über solche Angebote.

Hilfe durch den Spezialisten

Je nach Spezifität der Symptomatik kann ausgehend von einem Gespräch mit Ihrem Arzt aus dem Tumorzentrum eine weitere detaillierte Diagnostik bei verschiedensten Fachmedizinern erfolgen. Hierzu gehören:

  • Pneumologen
  • Pulmologen
  • Onkologen
  • Pathologen

Was Sie bei Ihrem Arzt für Pneumologie erwartet?

Bevor Ihr Arzt für Pneumologie mit einer Untersuchung beginnt, findet ein einführendes Gespräch (Anamnese) über Ihre aktuellen Beschwerden statt. Im Rahmen dessen befragt er Sie ebenfalls zu zurückliegenden Beschwerden und eventuell bestehenden Erkrankungen.

Mit folgenden Fragen können Sie rechnen:

  • Seit wann bestehen die Symptome?
  • Können Sie eine genaue Charakterisierung und gegebenenfalls Lokalisation vornehmen?
  • Haben sich im Verlauf der Symptomatik Veränderungen ergeben?
  • Leiden Sie unter zusätzlichen Symptomen wie beispielsweise Atemnot, Schmerzen in der Brust, Schwindelgefühle
  • Litten Sie schon einmal daran und sind diese Anzeichen familiär aufgetreten?
  • Bestehen aktuell Vorerkrankungen oder Erbkrankheiten und werden diese therapiert?
  • Nehmen Sie aktuell Medikamente ein?
  • Sind Ihnen Allergien bekannt?
  • Leiden Sie unter Stresszuständen im Alltag?

Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein?

Ihr Facharzt für Pneumologie oder Pulmologie benötigt eine Übersicht der Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen. Stellen Sie schon vor dem Arztbesuch bei Ihrem Pneumologen im Tumorzentrum eine Übersicht über die Medikamente, die Sie einnehmen, in einer Tabelle zusammen. Einen Medikamentenplan zum ausfüllen finden Sie hier.

Untersuchungen (Diagnostik) durch den Pneumologen

Ausgehend von der in der vorangegangenen Anamnese erhobenen Symptomcharakteristik und dem aktuellen Befinden kann der Facharzt für Pneumologie nun folgende Diagnostik anwenden:

  • Körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs
  • Computertomographie (CT)
  • Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
  • Ultraschalluntersuchung
  • Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben (Biopsie)
  • Knochenszintigraphie
  • Positronenemissonstomographie (PET)
  • Thorakoskopie
  • Mediastinoskopie

Behandlungen (Therapie)

Die Wahl der Behandlung (Therapie) durch den Pulmologen hängt vom Stadium der Erkrankung und der Art des Tumors ab. Folgende Maßnahmen bieten sich an:

  • Operation
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Radiochemotherapie (Bestrahlung und Chemotherapie)

Ist eine Heilung im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr möglich, steht die Bekämpfung der Tumorschmerzen für Pneumologen aus dem Tumorzentrum im Vordergrund. Schmerzmittel lindern das Leiden der Patienten. Sind Knochen oder Skelett vom Tumor befallen, kann eine Bestrahlung von innen erfolgen (Radionuklidbehandlung) oder eine Chemotherapie.

Vorbeugung (Prophylaxe, Prävention)

Tumorzentrum: Rauchen verursacht LungenkrebsDas Rauchen steht zweifelsfrei als Hauptrisikofaktor bei Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) fest. Ausschlaggebend ist nicht nur die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten, sondern auch die Dauer des Rauchens. Um Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) vorzubeugen, empfehlen Pneumologen, auf das Rauchen zu verzichten. Falls Sie am Arbeitsplatz mit Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) verursachenden Stoffen wie Asbest oder Quarzstäuben zu tun haben, sollten Sie Maßnahmen zum Arbeitsschutz beachten. Ein Früherkennungsprogramm für Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) gibt es bisher nicht.

Prognose

Wenn Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) vom Pneumologen früh erkannt wird, besteht die Hoffnung auf Heilung. Mit modernen Therapieverfahren gelingt es Fachärzten für Pneumologie immer wieder, das Wachstum des Krebses zu bremsen und eine deutliche Lebensverlängerung zu erreichen. Dennoch ist die Prognose bei Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) eher schlecht.

© CHHG